Entschlackung des Körpers

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Der Gedanke, den Organismus von Giftstoffen zu befreien, ist in der heutigen Zeit leicht nachvollziehbar. Heute ist das Internet und die Zeitungen voll mit Aussagen über Schadstoffe, die jeden Tag auf die Menschen einwirken. Dazu gehören zum Beispiel Pestizide im Obst, Asbest in den Häusern oder Antibiotika im Fleisch. Neu ist hierbei die Idee des „Ausleitens“ von giftigen Stoffen aus dem Körper, was im Volksmund als „entschlacken“ bezeichnet wird, hierbei nicht. Alle großen überlieferten Systeme der Medizin – ob die TCM, die Humoralmedizin Europas und Ayurveda – kennen jenes Prinzip. Hierbei werden bereits seit Jahrhunderten verschiedene Methoden angewandt, um krankmachende Substanzen aus dem Organismus zu entfernen, Bekannte Methoden sind das Schröpfen, Massagen, Aderlass, Schwitzkuren, die Anwendung von Blutegeln sowie Fastenkuren oder Diäten.

Entschlacken als Heilversprechen

Die Entschlackung wird als eine therapeutische Maßnahme in der Medizin beschrieben, um Stoffwechselendprodukte in hohem Maßen auszuscheiden. Dies erfolgt durch Schwitzkuren, Abführmittel, Rohkost, Blutreinigungsmittel, Heilfasten oder Trinkkuren. Einige der Methoden sind in der Wirksamkeit jedoch besonders unumstritten. Gemäß der Beschreibung bezeichnet der Begriff der Schlacke einen Rest beim Verbrennen von Nahrungsmitteln. So werden die Giftstoffe und die Abfallprodukte, die im menschlichen Stoffwechsel übrig bleiben, normalerweise zuverlässig von den Nieren und dem Darm heraustransportiert. Heute gibt es keine gesicherten Anzeichen dafür, dass der Mensch durch Fasten die Schadstoffe aus dem Organismus ausscheiden kann. Aus wissenschaftlicher Sichtweise ist die entschlackende Wirkung beim Heilfasten daher besonders also umstritten. Giftige Stoffe und Abbauprodukte werden nämlich vom Körper normalerweise – wenn kein Fehlverhalten eines jeweiligen Organs vorliegt – einfach und schnell ausgeschieden. Eine Ansammlung der Schadstoffe, Stoffwechselrückstände oder Umweltgifte im Körper ist – laut Ansicht der Mediziner – nicht nachweisbar. Damit ist das phraseologische Entschlacken durch eine Fastenkur ein meist fragliches Heilversprechen.

Die Vor- und Nachteile des Entschlackens

Generell besteht die Meinung vieler Wissenschaftler, welche der Meinung sind, dass der menschliche Körper einem Speichermechanismus gleicht. Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass unerwünschte Substanzen hier gespeichert werden, da der Körper nicht in der Lage ist, alle Stoffe wieder auszuscheiden. Hiernach ist ein bestimmter Ablauf beim Versuch, schädliche Stoffe aus der Nahrung, der Umwelt und solche, die im Organismus entstehen, danach wieder loszuwerden, möglich. So versucht der Organismus, solche Stoffe auszuscheiden. Gelingt diese Maßnahme nicht, werden diese abgelagert, was an solchen Stellen erfolgt, welche für die Funktionsfähigkeit des Körpers eine eher untergeordnete Bedeutung aufweisen. Solche Ablagerungsplätze sind vor allem das Fett- und das Bindegewebe. Hier landen Schwermetalle, organische Säuren und Schlacken als biochemische Verbindungen der Schadstoffe. Sind hierbei jedoch das Binde- und das Fettgewebe schon überladen, sucht sich der Organismus neue Abladeplätze, welche für diesen Zweck eigentlich gar nicht vorgesehen sind. In einem solchen Fall kommen Sehnen, Muskeln und Gelenke infrage. Zur Neutralisierung von Giften und den Säuren benötigt der Körper des Menschen stets Mineralstoffe. Wenn diese nicht in hinreichender Menge mit der Nahrung bereitgestellt werden, holt er sich vor allem Kalzium aus den Reserven des Körpers. Dies ist in den Knochen zu finden. Auf diese Weise entsteht meistens die bekannte Knochenschwächekrankheit Osteoporose. Die Entstehung von Stoffwechselendprodukten (Schlacken) und Toxinen (Giftstoffe) im Körper ist ein normaler Vorgang, auf welchen der Organismus durch die filternden Organe und durch die Puffersysteme optimal eingestellt ist. Das Ziel jener natürlichen Entgiftung ist es, dass das Blut mit seinen Bestandteilen konstant gehalten wird und überflüssige Stoffe zur Ausscheidung gebracht werden. Damit werden Anlagerungen im Gewebe sowie im extrazellulären Raum sicher verhindert. Für eine erfolgreiche Entschlackung und Entgiftung – also dem Transport von übrigen Stoffwechselendprodukten – sind die Ausscheidungsorgane von besonderer Bedeutung. Dies sind Leber, Darm, Nieren, die Haut und Blase. Nicht eingestellt ist der menschliche Körper hingegen auf die vermehrte Zufuhr von Giften aus der Umwelt und auf die vermehrte Bildung von Stoffwechselgiften durch die Zufuhr von einseitiger und zu viel Nahrung. Solche Schlacken und Gifte kann der Organismus oftmals nicht entsorgen und lagert diese im passiven Körpergewebe ein, wie im Fettgewebe, Haaren Knochen und oder löst diese im extrazellulären Raum an. Die Folge ist erweislich eine fortschreitende Vergiftung und Verschlackung des Körpers. Daher legt der Körper Sondermüllstationen dort an, wo eigentlich keine Stoffwechselvorgänge vollzogen werden.

Was bedeutet Schlacke im Körper?

Das Prinzip des Fastens ist im medizinischen Sinne die Reinigung des Organismus, vor allem des Darms. So postulierte in den 1930er Jahren der Arzt Otto Buchinger, dass der Darmtrakt ähnlich wie ein normales Ofenrohr dann und wann gereinigt und entschlackt werden muss. Andere Mediziner fragen sich heute, ob es diese Schlacke überhaupt gibt. Die Gesellschaft für Ernährung(DGE) hat mittlerweile festgestellt, dass es in einem gesunden Körper keine Ansammlung von Ablagerungen und Schlacken und von Stoffwechselprodukten gibt. Dabei werden nicht verwertbare Stoffe über die Nieren und den Darm wieder ausgeschieden. Die Menschen müssen daher den Darm weder entgiften noch entschlacken.  So gehört die Schlacke meistens zu den Mythen. Die Existenz dieser wird von der Schulmedizin immer noch bestritten. Der Grund ist dabei nicht die tateigentliche sächliche Nicht-Existenz, sondern eher eine passende Definition für diesen Begriff Schlacken. Ungerechnet, dass Schlacken ein Begriff und, dass es dafür mehrere und völlig unterschiedliche Erklärungen haben kann, ahnen Menschen eventuell gar nicht, wie nahe des Rätsels Lösung schon ist. Wer schon eine Entschlackung mithilfe einer gründlichen Darmreinigung vollzogen hat, weiß, wie sehr sich die Schlacken des Körpers aus dem Verdauungstrakt mit Schlacken aus der Industrie ähnlich sind. Bei einer effektiven Darmreinigung werden meistens feste oder gummiartige, teils tiefschwarze Substanzen ausgeschieden, nach deren Verschwinden sich das Befinden der Menschen sehr verbessert. Beim Anblick dieser Ausscheidungen wundert es nicht, wie es zu dem Begriff Schlacke und mit einer körperlicheren Entgiftung oder Entschlackung kommt.

Was passiert beim Entschlacken im Körper?

Der Wunsch nach einer inneren Reinigung ist heute fast menschlich. In allen Religionen und Weltanschauungen, ob Islam, Buddhismus, Christen- oder Judentum, werden seit jeher Rituale zum Fasten praktiziert. Viele Menschen erleben beim Fasten ein Gefühl des meditativen Zustandes und fühlen sich befreit. Otto Buchinger ist dabei der Begründer des Heilfastens. Zugleich spielt für viele Menschen das persönliche Aussehen eine Rolle, wenn diese den Körper entgiften wollen. Detox-Anhänger wissen, dass diese nach einer Fastenkur mit einem besseren Körpergefühl und einem guten Äußeren belohnt werden. Die Frage dabei ist, was eigentlich im Körper vorgeht. Die Prozesse versprechen sich die Jünger des Fastens, was jedoch nicht vollständig wissenschaftlich bewiesen wurde. Während der Fastenperiode bauen sich etwa fünf Prozent der geschädigten Körperzellen ab und können auf diese Weise Platz für Erneuerung schaffen. Im Fettgewebe eingelagerte Schadstoffe werden durch den Verzicht der Nahrung aus den Zellen herausgelöst und über die Entgiftungsorgane Darm, Leber, Niere, Haut und Lunge wieder ausgeschieden. Zugleich wird der Darm gereinigt und entlastet. Das Hautbild, kann sich durch die Entwässerung des Bindegewebes ebenfalls verbessern, was vor allem bei Cellulite von Bedeutung ist. So gibt es dazu mehrere beliebte Methoden, um den Organismus zu entgiften. Nach diesem Prozess eignen sich ebenfalls Anwendungen, mit denen der Mensch die Entgiftungsprozesse auf wohltuende Weise unterstützen kann.

Die Möglichkeiten zum Entschlacken

Eine Möglichkeit zum Entschlacken ist das Artepuri-Fasten. Diese Methode bringt vor allem Erholung für den Darm. Diese Methode stammt von Dr. Alex Witasek, welcher selbst in Lanserhof bei Innsbruck den eigenen Körper entgiftet hat. Heute ist er Direktor im Biohotel Meersinn auf der Insel Rügen in Binz. Mit der heutigen Form der Ernährung muten die Menschen dem Darm, einem existenziellen und zentralen Organ, sehr viel zu. Bei einer ungesunden Ernährung entstehen vor allem über Nacht schädliche Gase. Mit den Jahren kommt das System ins Ungleichgewicht und der Mensch erkrankt. Neben Schulungen in Bezug auf das Essverhaltens, Lymphdrainagen und manuellen Bauchbehandlungen, steht eine Bewegungstherapie auf dem Plan. Panchakarma heißt sanftes Entgiften durch Öl. Das Panchakarma ist besonders kraftvoll, aber die Wirkung ist sanft: Hierbei lässt der Patient alles fließen und schaltet innerlich ab. Dabei dringt das Öl in alle Körperporen, von innen und außen und von Kopf bis Fuß. Dies soll die Gifte herauslösen und transportieren. Hierbei zieht eine Thermoskanne mit gekochtem Wasser. Hierdurch ändert sich die Molekularstruktur und das Wasser wirkt reinigen, wenn es getrunken wird. Die Menschen trinken bei dieser Methode entsprechend viel. Dies gestattet einen Zustand des wachenden Entspannens. Dies mach besonders aktiv.

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