Transgender Hilfe für Angehörige

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Transgender – viele Menschen wissen nicht, was das Wort bedeutet, welche Auswirkungen es auf Betroffene und deren Familie hat. Wie sollen sie damit umgehen, wenn das eigene Kind eines Tages sagt, dass es im falschen Körper lebt? Elisabeth Geisler bietet Angehörigen von Transmenschen Unterstützung.

Hilfe für Angehörige von transsexuellen Kindern

2008 riss das Outing ihres Kindes Elisabeth Geisler den Boden unter den Füßen weg. Für sie brach eine Welt zusammen. Hilfe fand sie in ihrer Spiritualität. Die Pflegehelferin absolvierte mehrere Ausbildungen im Bereich der Energetik und Spiritualität. Dadurch besaß sie die Kraft, schwierige Situationen in ihrem Leben anzunehmen und daran zu wachsen. Dies möchte sie mit anderen Angehörigen von transsexuellen Personen teilen. Menschlichkeit, Mitgefühl und Toleranz sind die wichtigsten Verbündeten, um dem eigenen Kind zu helfen.

„Mein Kind ist Transgender“ steht in großen Lettern auf der Homepage von Elisabeth Geisler. Genauso groß ist der Einschnitt in das Leben von Betroffenen. Den Angehörigen gehen viele Fragen durch den Kopf. Diese zielen vor allem darauf ab, wie sie mit der Situation umgehen. Welche Bedenken gibt es hinsichtlich der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten? Wie wirkt sich der Prozess auf das Privatleben und Umfeld aus?

Mit Spiritualität zu sich selbst finden

Elisabeth Geisler bietet mit Transgender Österreich Hilfe für Angehörige hierzulande, sowie in Deutschland und der Schweiz an. Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit der Familie Wege aus der Hilflosigkeit zu finden. Erst, wenn negative Gefühle wie Angst, Schuld und Trauer überwunden sind, sind die Angehörigen in der Lage, Betroffene zu unterstützen. Durch ihre Erfahrungen mit einem Transgender-Kind, weiß sie selbst, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Kind sich outet. Neben einem kostenlosen Kennenlerngespräch bietet sie Zugang zu einer geschlossenen Facebook-Gruppe. In dieser finden Angehörige von Transgender einen privaten Rahmen zum Austausch. Bei Bedarf steht sie für Einzelsitzungen per Zoom, Skype oder persönlich zur Verfügung. Diese sind auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten. Ein wichtiger Teil der Sitzung ist das gemeinsame Gespräch. Ihr Hauptanliegen ist es, die Lebensbalance der Betroffenen wiederherzustellen. Erst dann sind Angehörige in der Lage, ihrem Kind beizustehen.

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