Anti-Aging – wie stoppe ich den Alterungsprozess?

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Der Begriff Anti-Aging ist den meisten Menschen aus den Medien geläufig: besonders die Medizin, Ernährungswissenschaft und Kosmetikbranche versuchen mit diesem Marketingbegriff ein Stück vom großen Kuchen, den die Schönheitschirurgie umfasst, abzubekommen. Im Großen und Ganzen steht dieses Wort für Maßnahmen, die jemand ergreift, um das biologische Alter zu stoppen oder hinauszuzögern.

Die durchschnittliche Lebensdauer eines Menschen liegt weltweit bei einem Alter von 73 Jahren. Frauen erreichen meist 5 Lebensjahre mehr als die Männer und obwohl wir durch neue Technologien und medizinischen Erfahrungen die Lebensspanne durchaus länger ausweiten können, reicht es einigen Menschen bei Leibe nicht, nur länger zu leben – sie möchten auch äußerlich ewig jung und begehrenswert wirken.
Die Wissenschaft ist sich heutzutage einig, dass der Prozess der körperlichen Alterung durch mehrere Faktoren maßgeblich ist: durch genetischen Veranlagung, Lebensstil, Umwelteinflüsse und verschiedene Krankheitsbilder ist es dem Menschen meist schon vorbestimmt, wie lang er leben darf. Im Idealfall kann ein Mensch durchaus bis zu 120 Jahre alt werden, gleichwohl dieses biblische Alter tatsächlich nur ein einziges Mal erlangt wurde und zwar von der Französin Jeanne Louise Calment.

Natürlich kann im Vorfeld nicht geplant werden, wie alt man tatsächlich wird. Als Anti-Aging-Therapie gelten allerdings einige Maßnahmen, die bestimmte Alterskrankheiten einschränken und auch den eigentlichen Alterungsprozess mildern können. Durch ausgewogene Ernährung, Vermeidung von Übergewicht sowie Hungerphasen, regelmäßige Bewegung, Verzicht auf Rauchen, Alkohol, ausgedehnte Sonnenbäder oder Solarien sowie übermäßigen Stress kann die Gesundheit sowie vorzeitige Falten- oder Furchenbildung positiv beeinflusst werden. Gerade die äußerlichen Zeichen der Zeit, die eine Hautalterung durch Falten ersichtlich macht, hat den Anti-Aging-Boom in der Kosmetik und der Schönheitschirurgie besonders interessant erscheinen lassen. Die Haut beginnt etwa ab einem Alter von 25 Jahren langsam aber stetig zu altern. Vom biologischen Aspekt her verlangsamt sich allmählich die Zellerneuerung, Feuchtigkeitsspeicher werden abgebaut und Kollagen minimalisiert, was schließlich zum Elastizitätsverlust der Haut führt.

Nicht selten werden nun im Spiegel die einzelnen Fältchen auf das Genauste unter die Lupe genommen. Frauen sind hier nicht die einzigen Verdächtigen – auch Männer zählen regelmäßig die neu dazu gewonnenen Hautveränderungen.
Ein Wissen, dass sich die Kosmetikindustrie schon vor einiger Zeit zu Nutzen gemacht hat. Den größten Marktanteil machen bei diesem Angebot die Gesichtscremes, die deutlich mit dem Zauberbegriff Anti-Aging versehen sind, da der Begriff gesetzlich nicht geschützt ist und daher beliebig verwendet werden kann. Neben Vitamin C, Retinol, Kollagen, Coenzym Q10, Hyaluronsäure oder Kavierextrakt finden sich neuerdings auch Goldpartikel in den Cremes wieder. Ob diese nun wirklich den Unterschied machen?

Das Problem bei diesen Mitteln ist, dass die Produkte vielleicht gut für die Hautoberfläche sind, jedoch die Wirkstoffe nicht bis in die unteren Hautschichten gelangen lässt, um dort wiederaufbauende Maßnahmen zu tätigen. Wäre dies wiederum möglich, dürften sie hingegen nicht in der Drogerie oder im Supermarkt verkauft werden, sondern als Arzneimitteln in den Regalen von Apotheken liegen. Hinzukommt erschwerend, dass regelmäßige Tests von Stiftung Warentest ergeben, dass selbst die teuersten Kosmetikprodukte nicht wesentlich besser abschneiden, als kostengünstigere Feuchtigkeitscremes.

Diese Erkenntnis dürfte hingegen für die Schönheitschirurgie für bessere Stimmung sorgen, da Falten und Furchen durch Faltenunterspritzungen, Faceliftings oder Gesichtsstraffungen wirklich im Keim erstickt werden. Leider ist diese Maßnahme auch nicht von Dauer: man kann es drehen und wenden, wie man möchte – irgendwann wird der Zahn der Zeit an jedem nagen. Bei einigen früher, bei anderen später. Mit Würde zu altern, ist vielleicht die beste Entscheidung, um der Haut Luft zum Atmen zu lassen und so die vorzeitige Hautalterung ein Schnäppchen zu schlagen.

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