Gewessler zu Renaturierungsplan: „Totschnigs Prinzip ‚Die anderen werden’s schon richten‘ schützt keinen einzigen Keller vor Hochwasser“

Wien (OTS) – Die Klubobfrau der Grünen, Leonore Gewessler, übt
scharfe Kritik am
heute von Umweltminister Norbert Totschnig präsentierten
Renaturierungsplan. Statt klarer Maßnahmen oder verbindlicher Ziele
setze die Bundesregierung erneut auf Unverbindlichkeit. „Totschnig
macht aus der Renaturierung ein Programm nach dem Prinzip Hoffnung.
Aber Hochwasser, Hitze und Dürre warten nicht darauf, ob sich
irgendwann irgendjemand zuständig fühlt. Wer unsere Flüsse, Wälder,
Moore und Böden schützen will, muss sagen, was getan wird, bis wann
und wer dafür zuständig ist. Genau das fehlt“, sagt Gewessler.

Renaturierung betreffe die Menschen ganz konkret: „Es geht darum,
ob bei Starkregen der Keller vollläuft, ob unsere Felder eine Dürre
überstehen und ob unsere Gemeinden im Sommer noch lebenswert bleiben.
Naturschutz ist Menschenschutz. Totschnigs Prinzip ‚Die anderen
werden’s schon richten‘ schützt keinen Keller vor Hochwasser und
keinen Acker vor Dürre.“

Für Gewessler zeige sich damit dasselbe Muster wie beim
Klimagesetz: „Erst ein Klimagesetz ohne ausreichende Maßnahmen und
Konsequenzen, jetzt Renaturierung ohne Verbindlichkeit. Diese
Regierung schreibt Ziele auf Papier und drückt sich vor den
Entscheidungen, die notwendig wären, um sie auch zu erreichen. Das
ist fahrlässig. So schützt man weder das Klima noch unsere Natur.“